Zwei Tagestouren im Pfälzerwald

Zwei erlebnisreiche Tage im Pfälzerwald

Am Wochenende des 5. und 6. September 2026 erlebten zwölf Wanderfreunde des Schwarzwaldvereins Lahr zwei abwechslungsreiche Tage im beeindruckenden Dahner Felsenland. Anspruchsvolle Wanderwege, außergewöhnliche Felsformationen und viele gemeinsame Erlebnisse machten die Zweitagestour zu einem besonderen Wochenende.

Am Samstagmorgen trafen sich die Teilnehmenden bereits um 7 Uhr auf dem Parkplatz Klostermatte. Von dort ging es in Fahrgemeinschaften nach Hauenstein. Nach etwa zweistündiger Anreise startete die Gruppe gegen 9 Uhr zur ersten Wanderung auf dem Hauensteiner Schusterpfad.

Samstag, 05.09.2026
Strecke 21 km, 6 h, 750 hm
Wanderführer Hans Schmidt
Schwierigkeitsgrad schwer

Auf der rund 21 Kilometer langen Strecke zeigte sich der Wanderweg in all seinen Facetten. Breite Wald- und Forstwege wechselten sich mit schmalen Pfaden sowie steilen und felsigen Steigen ab. Einige ausgesetzte Passagen verlangten Trittsicherheit und volle Aufmerksamkeit. Dank der ausgezeichneten Markierung konnte die Gruppe die abwechslungsreiche Landschaft dennoch entspannt genießen.

Zu den Höhepunkten der etwa sechsstündigen Tour gehörten der Hünerstein, Nedingfelsen und der Kreuzfelsen. Von dort eröffneten sich beeindruckende Ausblicke über den malerischen Wasgau. Nach rund 750 bewältigten Höhenmetern erreichte die Gruppe müde, aber zufrieden das Ziel.

Anschließend führte die Fahrt weiter nach Dahn-Reichenbach. Beim gemeinsamen Abendessen im Restaurant „Altes Bahnhöf’l“ ließen die Wanderfreunde den erlebnisreichen Tag in geselliger Runde ausklingen. Die Nacht verbrachte die Gruppe im außergewöhnlichen Ambiente des Hotels Ferienbahnhof Dahn-Reichenbach.

Sonntag, 06.09.2026
Strecke 15 km, 5 h, 540 hm
Wanderführer Hans Schmidt
Schwierigkeitsgrad mittel

Nach einem stärkenden Frühstück wartete am Sonntag bereits das nächste Wandererlebnis. Gegen 9.30 Uhr startete die Gruppe auf dem Dahner Felsenpfad. Der ausgezeichnete Premiumwanderweg führte über schmale und teilweise stark verwurzelte Pfade durch eine beeindruckende Landschaft mit bizarren Sandsteinformationen.

Entlang der rund 15 Kilometer langen Strecke lagen insgesamt 15 spektakuläre Felsstationen. Immer wieder öffneten sich zwischen den Felsen herrliche Fernblicke, die zum Innehalten und Staunen einluden. An einigen ausgesetzten Abschnitten sorgten Geländer für zusätzliche Sicherheit. Nach etwa fünf Stunden und rund 540 Höhenmetern war auch die zweite Wanderung erfolgreich geschafft.

Zum Abschluss kehrte die Gruppe im Restaurant„Altes Bahnhöf’l“ in Dahn-Reichenbach ein. In gemütlicher Atmosphäre konnten sich alle stärken und die zahlreichen Eindrücke der beiden Wandertage noch einmal gemeinsam Revue passieren lassen. Gegen 17 Uhr trat die Gruppe schließlich die Heimfahrt nach Lahr an.

Zwei Tage voller Natur, eindrucksvoller Felsen, sportlicher Herausforderungen und guter Gemeinschaft gingen zu Ende – ein Wanderwochenende, das allen sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Bericht Hans Schmidt

Besuch des Museumsshops Lalique

Da unsere Wanderpläne ein Jahr vor unserer aktuellen Wanderbroschüre geplant werden, kam es zu einem unerwarteten Ausfall das Museum Lalique besuchen zu können. Wie sie aus der Presse erfahren haben, gab es im ersten Quartal im Museum einen Raubüberfall. Das Museum ist deshalb bis voraussichtlich November geschlossen um Sicherheitstechnik einbauen zu können.

Das Musée Lalique in Wingen-sur-Moder (Elsass) ist das einzige Museum in Europa, das ausschließlich der Arbeit von René Lalique und seinen Nachfolgern gewidmet ist

Eine Planänderung führte uns also nicht ins Museum, doch konnten wir im in der Nähe befindlichen Museumsshop die neuesten Kreationen der Glasmanufaktur bewundern. Auch wurde in diesem Verkaufsraum die Herstellung der Kunstwerke aus Glas in einer Videovorführung vorgestellt. Weltweit existieren nur zwei dieser Verkaufsräume, auch können dort nicht mehr hergestellte Kunstobjekte erworben werden. Wenn auch dieser geplante Besuch nicht mit dem Museumsbesuch abgeschlossen werden konnte, erfuhren wir, dass keine "zweite Wahl Objekte" verkauft werden und jedes Glasobjekt mit den Initialen Lalique zum einmaligen Objekt markiert und zertifiziert wird.

Das Musée Lalique in Wingen-sur-Moder (Elsass) ist das einzige Museum in Europa, das ausschließlich der Arbeit von René Lalique und seinen Nachfolgern gewidmet ist

Bericht Wolfgang Huppert

Wanderung auf die Lahrer Hütte - Kooperation

Samstag, 12.09.2026
Strecke 11,3 km, 3,50 h, 450 hm
Wanderführer Hans Schmidt
Schwierigkeitsgrad mittel

Bei wunderschönem Sonnenschein und bestem Wanderwetter machten sich 26 Wanderfreunde des Turnvereins Lahr und des Schwarzwaldvereins Lahr gemeinsam auf den Weg zu einer abwechslungsreichen Wanderung auf die Lahrer Hütte.

Startpunkt war die Schule in Schweighausen. Von dort führte die Tour zunächst hinauf über den Schwabenberg zum Schwabenkreuz und weiter in Richtung Schutterquelle. Dabei durchquerte die Wandergruppe das Fauna-Flora-Habitat „Schuttertal und Seitentäler“. Unterwegs wurden immer wieder kleine Pausen eingelegt, denn entlang der Strecke boten sich schöne Aussichtspunkte, die zu einem kurzen Innehalten und zum Genießen der herrlichen Landschaft einluden.

Weiter ging es in Richtung Gasthaus Kreuz. Über einen schönen Pfad und nach der Überquerung des Achatsweges erreichte die Gruppe schließlich die Lahrer Hütte. Dort wurde eine ausgiebige Pause eingelegt. Bei herrlichem Sonnenschein blieb genügend Zeit, um sich zu stärken, auszuruhen und vor allem das gesellige Miteinander zu genießen.

Gut erholt machten sich die Wanderfreunde anschließend auf den Rückweg. Von der Lahrer Hütte führte die Strecke über Hallenwasen und Lindenrain weiter über Weißmoos und Steinberg. Von dort ging es schließlich wieder hinab nach Schweighausen zum Ausgangspunkt an der Schule.

Nach 11,3 Kilometern, rund 3 Stunden und 50 Minuten Wanderzeit und etwa 450 überwundenen Höhenmetern ging eine rundum gelungene Kooperationswanderung zu Ende. Das sonnige Spätsommerwetter, die abwechslungsreiche Wegführung mit ihren schönen Ausblicken und das gemeinsame Wandererlebnis machten diesen Tag zu einer gelungenen Veranstaltung von Turnverein Lahr und Schwarzwaldverein Lahr.

Am Ende waren sich alle einig: Eine gemeinsame Wanderung sollte auf jeden Fall wiederholt werden.

Bericht Hans Schmidt

Des Feldbergs wilder Westen – Zastlertal und Toter Mann

Samstag, 20.09.2026
Strecke 14,5 km, 5 h, 660 hm
Wanderführer Hans Schmidt
Schwierigkeitsgrad mittel

Eine abwechslungsreiche Wanderung durch eine der ursprünglicheren Landschaften rund um den Feldberg führte uns am Sonntag durch das Zastlertal hinauf zum Toten Mann.

Gleich zu Beginn zeigte die Tour ihren abwechslungsreichen Charakter. Auf dem Weg hinauf zur Zastler Hütte wechselten sich breite Waldwege immer wieder mit schmalen, naturnahen Pfaden ab. Dabei waren bereits rund 450 Höhenmeter zu bewältigen. Der stetige Anstieg forderte Kondition, bot aber zugleich einen landschaftlich reizvollen und kurzweiligen Auftakt unserer Wanderung.

An der Zastler Hütte angekommen, hatten wir den ersten anspruchsvollen Teil der Tour geschafft. Bei einer gemütlichen Kaffeepause ließen wir uns die erste Rast schmecken und genossen die besondere Atmosphäre an der Hütte, bevor wir gut gestärkt unseren Weg fortsetzten.

Von dort führte unsere Wanderung weiter hinauf zum Hüttenwasen. Spätestens hier wurden die Anstrengungen des Aufstiegs mehr als belohnt: Es eröffnete sich uns ein beeindruckendes Panorama über die Schwarzwaldlandschaft. Bei der herrlichen Fernsicht boten sich immer wieder großartige Ausblicke, die zum Innehalten und Genießen einluden. Die Weite und die besondere Landschaft rund um das Feldbergmassiv gehörten zweifellos zu den Höhepunkten unserer Tour.

Über die Höhen führte unser Weg weiter in Richtung Toter Mann und schließlich zum Ahornkopf. Von dort begann der Abstieg hinunter zur Stollenbachhütte. Nach den bereits zurückgelegten Höhenmetern und vielen Eindrücken kam die Einkehr genau zur richtigen Zeit. Bei einer ausgedehnten Pause konnten wir uns stärken, die Beine etwas erholen und in geselliger Runde neue Kraft für den weiteren Weg sammeln.

Von der Stollenbachhütte führte uns der Weg anschließend überwiegend bergab. Zum Abschluss wartete noch einmal ein leichter Anstieg auf uns, bevor wir schließlich wieder unseren Wanderparkplatz erreichten und sich die abwechslungsreiche Rundtour schloss.

Gerade der Wechsel zwischen breiten Wegen und schmalen Pfaden, kräftigen Anstiegen, aussichtsreichen Höhen und gemütlichen Pausen machte diese Wanderung besonders abwechslungsreich.

So erlebten wir einen schönen und zugleich genussvollen Wandertag auf der etwas wilderen Seite des Feldbergs – mit einigen Höhenmetern in den Beinen, herrlichen Ausblicken und vielen bleibenden Eindrücken.

Bericht Hans Schmidt

Der Rundofen und die Altstadt Zell a. H.

Mittwoch, 23.09.2026
Strecke 3 km, 4 h
Wanderführerin Elisabeth Kempf
Schwierigkeitsgrad leicht

Der Rundofen in Zell ist ein einzigartiges Industriedenkmal, das noch komplett erhalten ist. Hier wurde 100 Jahre lang hochwertiges Porzellan gebrannt. Durch seinen modernen Anbau kommt es besonders zur Geltung. Das Ensemble wurde schon mit mehreren Architekturpreisen ausgezeichnet. Die Führung in das Rundofen-Denkmal musste leider wegen eines Organisationsfehlers der Stadt Zell ausfallen. Dafür fiel die Stadtführung etwas ausführlicher aus.
Bei dem Rundgang durch die alte Reichsstadt Zell erlebten wir ihre vielfältige Geschichte, die bereits 1139 begann. Wir sahen bedeutende historische Bauten, lernten zu Persönlichkeiten wie dem Ritter von Buß und betrachteten die verschiedenen Baustile durch die Jahrhunderte hindurch. Auf den Spuren der einst mächtigen und in vielen Teilen noch erhaltenen Stadtmauer konnten wir uns das Leben im Lauf der Jahrhunderte in dieser hübschen und doch kleinen ehemaligen Reichsstadt vorstellen. Wir erlebten den ortstypischen Handel und das Handwerk und deren Wandel bis heute.

Zum Abschluss bei einem leckeren Vesper im Gasthof Rebstock konnte das Erlebte nochmal vertieft werden.

Bericht Elisabeth Kempf


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